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BASILIKUM
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Herkunft:Südasien - vermutlich IndienAussehen:Es gibt verschiedene Kulturformen. Sie unterscheiden sich in Blattfarbe, Größe, Aroma, Wachstumsart und Ansprüchen. Grundsätzlich sind grünblättrige Sorten robuster und keimen in der Regel auch besser.Zum Würzen verwendete Teile:Die frischen BlätterIm Handel erhältlich:In Supermärkten meist im Töpfchen, in italienischen, türkischen und asiatischen Gemüseläden auch als Bund.Gesundheitlicher Wert:Ein stärkendes, wärmendes, aromatisches Kraut, das krampflösend, fiebersenkend, verdauungsförderd sowie gegen bakterielle Infektionen und Darmparasiten wirkt. Innerlich bei fiebrigen Krankheiten (besonders Erkältungen und Grippe), schlechter Verdauung, Übelkeit, Krämpfen im Unterleib, Magendarmkatarrh, Migräne, Schlaflosigkeit, gedrückter Stimmung und Erschöpfung; äußerlich bei Akne, Verlust des Geruchssinnes, Insektenstichen, Schlangenbissen und Infektionen der Haut. Geschmack:Basilikum schmeckt süß-würzig und angenehm pfeffrig, dadurch verleiht es den Speisen ein frisches, appetitanregendes Aroma. Basilikum, das auch Deutscher Pfeffer genannt wird, kann vielfach als Pfefferersatz eingesetzt werden.Mit Basilikum würzt man:Aus der französischen und besonders der italienischen Küche ist Basilikum nicht wegzudenken. Denn was wären zum Beispiel Tomaten mit Mozarella ohne frische Basilikumblätter?
HaltbarmachungKräuter werden üblicherweise getrocknet, um sie haltbar zu machen. Basilikumkraut zu trocknen ist möglich, allerdings verliert es dabei viel an Aroma. Zum Trocknen wird das Kraut in kleinen Sträußen kopfüber an einem trockenen, luftigen und schattigen Platz aufgehängt. Die trockenen Blätter können abgestreift und in einem verschließbaren Behälter, geschützt vor Feuchtigkeit und Licht, einige Monate an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Günstiger als das Trocknen ist, die frisch geernteten Basilikumblätter (kleingeschnitten) in Eiswürfeln einzufrieren. Basilikumkraut kann außerdem in Öl oder Essig eingelegt werden. Geschichte:Der Name Basilikum leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet königliche Heilpflanze. Im deutschsprachigen Raum wird die Pflanze entsprechend auch als Königskraut oder Königsbalsam bezeichnet. Daran ist die hohe Wertschätzung erkennbar, die man dieser Pflanze früher entgegengebracht hat. Nach Mitteleuropa soll das beliebte Gewürzkraut bereits im 12. Jahrhundert gelangt sein. Das würzige Kraut wurde in Indien als dem Wischnu heilig verehrt und galt bei den Römern als Symbol des Hasses. Im Mittelalter war man der Überzeugung, auf der Brust oder im Strumpf getragene Basilikumblätter erweckten Zuneigung. Außerdem glaubte man, aus Basilienkraut wüchsen die Skorpione. Man brauchte nur ein paar Blätter zu zerreiben und einen Topf darüber zu stülpen. Die alten Kräuterkundigen verordneten Basilikum gegen Leistenbrüche, Augenschmerzen, Würmer, Schnupfen und Warzen. Eine Abkochung von Basiliensamen empfahlen sie traurigen und »mit großer Fantasey« umgehenden Menschen, denn sie benahm die »Traurigkeit, so von der Melancholey entspringt.« Allgemeines:Basilienkräuter sind reich an ätherischen Ölen, deren Anteil allerdings sogar in derselben Art, je nach Wachstumsbedingungen, unterschiedlich hoch sein kann. Etwas über 20 Bestandteile konnten isoliert werden. Die wichtigsten sind Methyl-Chavicol (Anis), Methyl- Zimtsäure (Zimt), Eugenol (Nelke), Zitral (Zitrone), Geraniol (Rose), Linalool (Flieder/Orangen-Blüte), Thymol (Thymian) und Kampfer. Die Varianten, in denen bestimmte Bestandteile vorherrschen, nennt man Chemotypen". Die mediterranen Typen von 0. basilicum enthalten in der Hauptsache Linalool sowie Methyl-Chavicol und so gut wie keinen Kampfer. Das gibt ihnen den typischen, süßlichen Basilikumgeschmack. Osteuropäische Typen werden durch den Gehalt an Methyl-Zimtsäure bestimmt. Südostasiatische Typen enthalten reichlich Eugenol. Bei afrikanischen und von der Insel Réunion stammenden Typen herrschen Kampfer und Methyl-Chavicol vor. Basilikum im GartenFür den Anbau im Freiland kommen vor allem die großlaubigen Sorten in FrageStandorttippDie subtropische Pflanze liebt die Wärme. Sie sollte einen sonnigen, windgeschützten Platz bekommen. Auf dem Balkon ist die Süd-, Ost- oder Westlage am günstigsten. Der Anbau neben Tomaten oder Paprika verstärkt das Wachstum. Es gibt verschiedene Kulturformen. Sie unterscheiden sich in Blattfarbe, Größe, Aroma, Wachstumsart und Ansprüchen. Grundsätzlich sind grünblättrige Sorten robuster und keimen in der Regel auch besser. Die idealen Bodenbedingungen sind Sortenabhängig: einmal trockener, dann wieder feuchter. Ocimum basilicum 'Minimum' ist eine grünblättrige Zwergform mit buschigem Wuchs; diese Art möchte etwas feuchter stehen. Dagegen sollte Ocimum basilicum 'Purpuracens' mit tiefrotem glänzenden Blättern trockener gehalten werden.PflegetippDas beliebte Küchenkraut liebt nährstoffreiche, gut durchlüftete Böden. Wer dem Basilikum einen sonnigen, trockenen, gut drainierten Boden bietet, ihn im Herbst ganz zurückschneidet und mit Tannenreisig vor Frost schützt, kann in milden Gegenden die Pflanze überwintern. Im Balkonkasten hingegen erfriert sie im Winter und muß im Frühjahr neu ausgesät werden.VermehrungDie Aussaat erfolgt aus Samen Ende Mai, vorzugsweise in einem sandig- lehmigen Bodengemisch. Basilikum kann auch als Jungpflanze gekauft werden: besonders empfehlenswert für rotblättrige Sorten.GärtnertippBasilikum ist anfällig für Wanzen, daher darf die Pflanze nicht in die Nähe von Minze gepflanzt werden. Basilikum duftet so angenehm, daß es auch zur Herstellung von Parfums verwendet wird. Seine aromatischen Öle sind außerdem Bestandteil von vielen Kräuterlikören. Basilikum ist besonders licht- und wärmebedürftig, Temperaturen unter 1°C führen zu Wachstumsstockungen und bereits leichter Frost schadet den Pflanzen. Hierzulande wird Basilikum in der Regel einjährig kultiviert, während es in seinen Herkunftsgebieten durchaus mehrjährig wächst. Prinzipiell ist es möglich, die Pflanzen am Fensterbrett zu überwintern. Die hohen Lichtansprüche können jedoch im Winter nicht erfüllt werden. Die Blätter sind daher im Winter wenig aromatisch und die geschwächten Pflanzen sind oft ein Anziehungspunkt für Schädlinge und Krankheitserreger. Es empfiehlt sich, jedes Jahr neu auszusäen oder Pflanzen beim Gärtner zu kaufen. Man kann auch die in den Gemüseabteilungen der Supermärkte verkauften Töpfchen gleich nach dem Kauf vereinzeln. Möglichst solche Töpfchen kaufen, die nicht zu hoch geschossen sind, sie fallen zu leicht um und erholen sich nur langsam. Sobald die Pflanzen angewachsen sind, empfiehlt es sich, die Spitzen zu entfernen, die Pflanze wird so zu buschigem Wachstum angeregt.Anzucht
Standort und NährstoffversorgungBasilikum bevorzugt einen sonnigen Platz und einen humosen, durchlässigen Boden. Sehr zu empfehlen ist der Anbau im Balkonkasten am Fenster oder auf der Terrasse. Die Pflanzen besitzen ein mittleres Nährstoffbedürfnis. Erhöhte Stickstoffmengen führen zu einem verstärkten Wachstum, der Gehalt an ätherischem Öl nimmt dadurch aber ab (Verdünnungseffekt). Die Einarbeitung von 3 Ltr. Kompost pro m² vor der Aussaat bzw. Pflanzung ist normalerweise ausreichend für eine gute Nährstoffversorgung. Stallmistdüngung vor der Basilikumkultur ist nicht ratsam, da sich dies negativ auf das Aroma auswirken soll.ErnteDen höchsten Gehalt an ätherischem Öl enthält die Pflanze kurz vor der Blüte, dies ist in der Regel im Juni/Juli der Fall. Bei der Ernte wird etwa handbreit über dem Boden abgeschnitten, dabei sollten einige Blätter an der Pflanze bleiben. Aus den Resten treibt die Pflanze noch einmal aus, dies ermöglicht eine zweite Ernte kurz vor den ersten Frösten.FruchtfolgeUm eine Anreicherung von Krankheitserregern und Schädlingen zu verhindern, sollten vor Basilikum mehrere Jahre weder Basilikum noch andere Lippenblütler (z.B. Melisse, Thymian, Pfefferminze, Salbei, Bohnenkraut) am gleichen Platz gestanden haben.Rezepte
========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========
Titel: GRUNDREZEPT BASILIKUM-PESTO
Kategorien: Grundrezept, Pesto
Menge: 1 Rezept
50 Gramm Basilikumblätter
-- etwa 2 Bund
50 Gramm Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
50 Gramm Fein geriebenen
-- Parmesankäse
===========ERFASST *RK* AM 01.05.00 VON===========
-- Ulli Fetzer
-- Aus Meine Familie & ich
-- 05/2000
Basilikumblätter waschen, sehr gut trockentupfen. Pinienkerne in
einer Pfanne ohne Fett rösten. Knoblauchzehen abziehen, grob hacken.
Basilikum, Pinienkerne und Knoblauch in einem Mörser zu einer Paste
zerreiben. Nach und nach Olivenöl sowie den fein geriebenen
Parmesankäse unterrühren, bis eine sämige Paste entstanden ist.
Pesto nach Geschmack salzen.
Haltbarkeit: Gut verschlossen und gekühlt 7 Tage. Tiefgefroren 1-2
Monate.
Tipp für Eilige: Mixer statt Mörser
Wem die klassische Zubereitung von Pesto im Mörser zu mühsam ist:
Mit Hilfe eines Pürierstabes oder im Alleszerkleinerer geht es
wesentlich einfacher und schneller. Achtung: Den Käse nicht
mitmixen, sondern erst zum Schluss unterheben, sonst wird der Pesto
klebrig und unappetitlich.
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========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========
Titel: INSALATA CAPRESE
Kategorien: Salat, Kalt, Rauke, Basilikum
Menge: 4 Vorspeisen
1 Bund Rauke
4 gr. Tomaten
250 Gramm Mozzarella
; Salz, schwarzer Pfeffer
4 Essl. Kaltgepreßtes Olivenöl
1 gr. Bund Basilikum
MMMMM------ERFASST *RK* AM 05.03.99 VON-----------
-- Ulli Fetzer
-- Aus Magazin BRIGITTE
Rauke abspülen und in der Salatschleuder oder einem Geschirrtuch
trocknen. Tomaten abspülen und den Stielansatz herausschneiden.
Tomaten und Mozzarella in fingerdicke Scheiben schneiden. Rauke,
Tomaten und Mozzarella auf einer Platte anrichten. Mit Salz und
Pfeffer würzen. Olivenöl darüberträufeln. Basilikumblättchen
daraufstreuen.
Wer mag, gibt noch ein paar Tropfen Balsamessig oder etwas
Zitronensaft darüber.
Nährwerte: pro Portion ca. 240 Kalorien, 20 g Fett
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