Ilkas und Ullis Kräuterecke
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BRUNNENKRESSE
[NASTURTIUM OFFICINALE]

Namen

  • Brunnenkresse, Wasserkresse
  • Watercress (engl.)
  • Cresson de fontaine (frz.)
Brunnenkresse

Herkunft:

wächst überall auf der Welt in fließenden Gewässern.

Aussehen:

Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler hat hohle, runde Stengel und kleine, grasgrüne, unpaarig gefiederte Blätter. Sie blüht ab Mai in weißen lockeren Blütentrauben.

Zum Würzen verwendete Teile:

frische Blätter und zarte Stengel.

Im Handel erhältlich:

Zarte Triebe von Oktober bis Mai, in Deutschland werden sie aber nur noch selten angeboten.

Gesundheitlicher Wert:

Frische Blätter enthalten Vitamin A, C, D, E und viel Jod.

Geschmack:

meerrettichähnlich, aber feiner und aromatischer als Gartenkresse, die es ganzjährig frisch gibt.

Mit Brunnenkresse würzt man:

  • winterlichen Kartoffelsalat und
  • Gemüsesalate, man kann die Kresse
  • aber auch selbst als Salat anmachen
  • die ganzen Blätter sind eine pikante Garnierung für gebratenes und gegrilltes Fleisch
  • Gehackt und mit Mayonnaise vermischt würzt man gekochte Eier und kalten Braten
  • ähnlich wie Kerbel sind sie eine angenehme Würze in einer gebundenen hellen Suppe

Würzkombinationen mit Brunnenkresse:

Wegen ihres spezifischen Geschmacks sollte man sie nur „solo" verwenden. Die einzigen Ausnahmen sind: Zwiebeln und Pfeffer für rohe Kresse, ein Hauch Muskat in Kressesuppe.

Warum es die Brunnenkresse nur noch selten gibt:

Die Brunnenkresse ist ein Opfer unserer Umweltverschmutzung. Als Bäche und Wassergräben, in denen sie wächst, noch sauberes Wasser führten, konnte man sie den ganzen Winter über bekommen. Die Verwandte unserer Gartenkresse wurde schon seit dem späten Mittelalter in vielen Bächen und Wassergräben angebaut.
Heute ist der Brunnenkresse-Anbau in Deutschland kaum der Erwähnung wert, weil Pflanzen, die in verschmutztem Wasser wachsen, gesundheitsschädlich sind. Deshalb muß man schon ein Glückspilz sein, um einmal auf dem Markt oder im Gemüseladen Brunnenkresse angeboten zu finden. Und sie selbst anzubauen, ist so gut wie unmöglich. Es sei denn, man hätte einen Garten, durch den ein Bach fließt, und zwar einer mit sauberem Wasser. So muß man sich in der Regel mit Gartenkresse begnügen, die aber längst nicht so aromatisch schmeckt.

Wie man Kresse behandelt:

Wer per Zufall einmal Brunnenkresse bekommt, sollte sie so vorsichtig behandeln, wie es sich für eine solche Kostbarkeit gehört. Blätter von den dickeren Stengeln abzupfen (gelbe natürlich wegwerfen). Die zarten Stiele kann man mitessen. Mehrmals in einer Schüssel Wasser waschen. Gut abtropfen lassen und erst unmittelbar vor dem Servieren an die Speisen geben oder als Salat anmachen.

Rezept(e)

========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========

     Titel: SALAT VON BRUNNENKRESSE
Kategorien: Salat, Kalt
     Menge: 4 Personen

    375           Gramm   Brunnenkresse
      1             kl.   Zwiebel
                          Salz
      1           Teel.   Senf
      2           Essl.   Essig
      2           Essl.   Öl

===========ERFASST *RK* AM 08.05.00 VON===========
                   -- Ilka Spiess

Kresse putzen und gut abtropfen lassen. Aus den restlichen Zutaten
eine Sauce bereiten. Kresse darin schwenken und sofort servieren.
 


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