Ilkas und Ullis Kräuterecke
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CAYENNEPFEFFER
[CAPSICUM FRUTESCENS]

Namen

  • Cayennepfeffer, Chilliepfeffer, roter Pfeffer
  • Chili pepper, Cayenne pepper (engl.)
  • Poivre de Cayenne (frz.)
Cayennepfeffer

Herkunft:

wird in den heißen Zonen der ganzen Welt angebaut.

Aussehen:

Cayennepfeffer wird aus Chillieschoten hergestellt, dem kleinsten und schärfsten Verwandten des Paprika. Die 1—3 cm großen länglichen oder auch runden, gelben oder roten Beerenfrüchte wachsen an krautigen Halbsträuchern.

Zum Würzen verwendete Teile:

Die getrockneten und gemahlenen Schoten und die ganzen Schoten.

Im Handel erhältlich:

die ganzen Schoten, frisch, getrocknet oder eingelegt, das gemahlene, hellrote Pulver, Chilliepaste oder -sauce (die indonesische Version ist Sambal Oelek, die bekannteste Chilliesauce Tabasco) - alles erhältlich in Delikatessengeschäften und Supermärkten.

Gesundheitlicher Wert:

Enthält das Vitamin P, das sich günstig auf den Kreislauf auswirkt.

Geschmack:

Paprikaähnlich, nicht so würzig, aber schärfer, es enthält 20 mal soviel Capsaicin.

Mit Cayennepfeffer würzt man:

  • südamerikanische Fleischtöpfe
  • Fisch- und Muschelsuppen
  • Salate aus Meeresfrüchten
  • dunkle Saucen
  • Paprika- und Currygerichte
Da er im Gegensatz zum Pfeffer keinen so spezifischen Eigengeschmack hat, paßt er überall da, wo zur Abrundung eine pikante Hintergrundschärfe hingehört, z.B. an weiße Saucen in Kalbsfrikassee, gebackene Bananen, süßsaure Salate, Tomatensaft, Eiergerichte.

Würzkombinationen mit Cayennepfeffer:

Er paßt außer zu schwarzem Pfeffer zu allen Gewürzen.

Cayennepfeffer-Geschichte

Der Cayennepfeffer ist eine der angenehmsten Entdeckungen, die Columbus und seine Begleiter in der Neuen Welt machten. Spanier und Portugiesen waren bald so scharf auf die höllisch scharfen Schoten, daß sie sie überall in ihren Kolonien anpflanzten. Nur in den gemäßigten Zonen konnte man sich nicht für die Chillies erwärmen: „Sie machen den Menschen ganz toll", warnten die Kräuterärzte.

Wie man mit Cayenne umgeht:

Toll machen sie natürlich nicht. Nur die Augen können einem Mitteleuropäer schon übergehen, wenn der Koch zu großzügig mit Cayennepfeffer gewesen ist. Darum sollte man vor allem hier die Gewohnheit der Berufsköche beherzigen und den roten Pfeffer immer zuerst auf einen Löffel streuen, damit man genau dosieren kann. Man rechnet für 4 Portionen ungefähr eine Messerspitze Cayennepfeffer, drei Spritzer Tabasco oder 1/2 Chilieschote. Tabasco und Cayennepfeffer immer erst zum Schluß ans Gericht geben, die Schoten werden mitgekocht.

Rezept(e)

========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========

     Titel: CAYENNETOPF
Kategorien: Fleisch, Hack, Aubergine, Cayenne
     Menge: 4 Personen

      4           Essl.   Olivenöl
    500           Gramm   Gem. Hack
    300           Gramm   Zwiebeln
    250           Gramm   Auberginen
    125              ml   Rotwein
      1             gr.   Dose Tomaten
                          Salz
                          Rauchsalz
                          Tabasco
                          Thymian
    340           Gramm   Dose Mais
                          Cayennepfeffer

===========ERFASST *RK* AM 08.05.00 VON===========
                   -- Ilka Spiess

Hack im heißen Öl anbraten, Zwiebelwürfel mitdünsten.
Auberginenscheiben, Rotwein, Tomaten mitsamt Saft zugeben, kräftig
abschmecken, 30 Min. kochen lassen. Fünf Minuten vor Ende der
Garzeit den Mais zugeben. Mit Cayennepfeffer würzen.
 


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