Herkunft: Südostasien; die größten Kulturen befinden sich in Indien.
Aussehen: Der mehrjährige, über 2 m hohe Verwandte des Ingwer hat
große, lilienähnliche Blätter und blaßgelbe bis rosa Blüten, die in
einer dicken Ähre zusammenstehen. Unterirdisch entwickeln sich an
seinem Hauptwurzelstock mehrere knollenförmig verdickte
Nebenwurzelstöcke und Seitenwurzeln. Eine Verwandte ist die Zitwer,
die früher als Heilpflanze gebräuchlich war.
Zum Würzen verwendete Teile:
die getrockneten und gemahlenen Wurzelknollen.
Im Handel erhältlich: Curcumapulver gibt es in
Delikatessengeschäften und Supermärkten.
Gesundheitlicher Wert: appetitanregend; in ihrem Heimatland gelten die
Wurzeln als Mittel gegen Gallen- und Nierenbeschwerden.
Geschmack: scharf, leicht säuerlich und herb, dem Ingwer ähnlich, aber lange nicht so
aromatisch.
Mit Curcuma würzt man:
- weiße Saucen und Geflügelragouts anstatt mit einer Prise Curry
- geschnetzelte Leber
- Rührei und Eiersaucen
- dunkle Fleischsaucen
- Salatdressings für Krabben und Meeresfrüchte, wenn Curry als zu intensiv erscheint;
Curcuma ist ein wichtiger Bestandteil des Curry.
Würzkombinationen mit Curcuma:
Dies Gewürz ist ein Bestandteil des Curry, darum kann man es mit
allen in dieser Würzmischung enthaltenen Einzelgcwürzen mischen. Da
Curcuma aber leicht aufdringlich schmeckt, sollte man allerdings
beim Dosieren vorsichtig sein.
Curcuma-Geschichte
Obwohl das gelbe Pulver in fast jedem Haushalt gebraucht wird es
ist nämlich ein wichtiger Bestandteil des Curry, dem es die gelbe
Farbe gibt, ist Curcuma als Einzelgewürz bei uns so gut wie
unbekannt.
Und dabei wurde dieses Gewürz, das schon seit undenklichen Zeiten in
Indien angebaut wird, schon durch die Araber im alten Rom eingeführt.
Allerdings brauchte man es kaum zum Würzen, sondern als Hausmittel z.B.
gegen Warzenhaare und als Farbstoff für Leder, Stoffe und
Kosmetikartikel.
Als natürlichen Farbstoff braucht, man es übrigens auch noch heute
in der Lebensmittelindustrie, z.B. zur Herstellung von Senf. Denn
die Wurzelstöcke enthalten einen intensiven gelben Farbstoff, der an
Safran erinnert. Curcuma schmeckt allerdings anders als Safran,
darum sollte man dies eher herbe Gewürz niemals an Süßspeisen,
Kuchen oder auch an Bouillabaisse geben.
Wie man mit Curcuma umgeht:
Die gelbe Farbe ist übrigens wasserlöslich und läßt sich leicht
mittels Alkohol entfernen. Das nur zum Trost für alle, die
Curcuma oder Curryflecken gemacht haben. Als Einzelgewürz spielt die
gelbe Wurzel bei uns immer noch eine untergeordnete Rolle. Man kann
es überall da verwenden, wo der Currygeschmack zu intensiv
erscheinen würde. Wer sich für indonesische oder indische Küche
interessiert, wo Curcuma übrigens auch stets in Verbindung mit
anderen Gewürzen angewendet wird, und wer sich seinen Curry einmal
selbst mixen will, sollte Curcuma ruhig einmal ausprobieren.
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