Ilkas und Ullis Kräuterecke
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DILL
[ANETHUM GRAVEOLENS]

Namen

  • Dill, Gürkenkräutel
  • Dill (engl.)
  • Aneth (frz.)
Dill

Herkunft:

wächst überall in gemäßigten Zonen.

Aussehen:

Die einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler wird bis zu 1,20 m hoch; sie hat luftig gefiederte Blätter und große gelbe Blütendolden.

Zum Würzen verwendete Teile:

Blätter, teilweise auch Stengel, Blüten und Samen.

Im Handel erhältlich:

frische und getrocknete Blätter und Samen (in Gemüseläden).

Gesundheitlicher Wert:

frisches Kraut hat mehr Vitamin C als Petersilie!

Geschmack:

Die Blätter schmecken frisch, süßlich-würzig, entfernt dem Fenchel ähnlich. Samen schmeckt wie Kümmel.

Mit Dill würzt man:

  • helle Sahnesaucen für Fisch, besonders Aal, Krebse, Krabben
  • Krabben oder Krebse ohne Sauce, nur mit Zitronensaft und reichlich Dill
  • Graved Lachs, der mit Salz, Pfeffer und Dill gebeizt wird
  • Mayonnaisen und Salatsaucen für Eiersalate
  • skandinavische Fisch- und Fleischsalate,
  • Gurkensalate und andere frische Salate
  • junge Kartoffeln oder Nudeln
  • Schmorgurken und -tomaten (geschält, in Butter geschmort, mit Sahne, Dill, Salz und Pfeffer bedeckt)
  • klare Suppen
  • Essig und eingelegte Gurken
  • Dillsamen oder Stengel kommen in den Sud für Krebse oder Fisch (zusammen mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Wacholder und evtl. einem Hauch Thymian)

Würzkombinationen mit Dill:

Grundsätzlich verträgt er sich mit allen frischen Kräutern. Da er einen intensiven Eigengeschmack hat, sollte man ihn als Nebengewürz supersparsam, als Hauptgewürz lieber solo verwenden.

Dill-Geschichte

Dill sollte das Wahrzeichen aller Frauenrechtlerinnen werden. Denn er macht die stärksten Männer schwach. Das glaubten zumindest unsere Vorfahren. „Dill macht impotent", warnten die Ärzte im alten Rom; und noch im Mittelalter steckten Mädchen, die in der Ehe die erste Geige spielen wollten, bei der Hochzeit einen kleinen Dillzweig in den Schuh.

Zwar können wir heute über solchen Aberglauben nur lächeln — aber welcher Mann wird nicht schwach, wenn man ihm z.B. Krebse mit Dill serviert?

Vom Umgang mit Dill:

Dill ist eine anspruchslose Pflanze. Man sät ihn ab April. Die Pflanzen können bis zu 1,20 m hoch werden und den anderen die Sonne wegnehmen, deshalb immer auf die Nordseite des Kräuterbeets säen. Dill gedeiht übrigens auch auf der Fensterbank.

Am größten ist seine Würzkraft während der Blüte. Deshalb nimmt man auch ganze Zweige mit den Blüten fürs Gurkeneinlegen.

Getrocknet schmeckt Dill wie Heu. Er läßt sich aber gut einfrieren (gut abgetrocknet und portionsweise in Kunststoffbeutel gepackt).

Dill verliert während des Kochens stark an Würzkraft, darum entweder kurz vor dem Servieren zugeben; oder z.B. bei hellen Saucen, Aal, Krebsen und anderen „großen" Brocken nur einen Teil (vor allem die Stiele) mitkochen und den Rest erst am Schluß zugeben.

 


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