Ilkas und Ullis Kräuterecke
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FENCHEL
[FOENICULUM VULGARE]

Namen

  • Fenchel, Finchel, Brotsamen
  • Fennel (engl.)
  • Fenouil, Aneth douc (frz.)
FENCHEL

Herkunft:

Mittelmeerraum

Aussehen:

Die mehrjährige bis zu 2 m hohe Staude aus der Doldenblütler-Familie hat runde, feingerillte Stengel und helle, stark gefiederte zarte Blätter. Sie blüht in großen gelben Blütendolden und hat im Herbst glänzend gelben, ovalen Samen. Eine besondere Abart ist der Italienische Gemüse- oder Zwiebelfenchel, bei dem sich an den Stengelansätzen knollenartige Verdickungen bilden, das Fenchelgemüse.

Zum Würzen verwendete Teile:

das frische Grün und der getrocknete Samen. Als Ersatz für das Grün zum Mitkochen: die äußeren Blätter der Fenchelknolle.

Im Handel erhältlich:

Samen im Lebensmittelhandel und in Apotheken. Frisches Grün nur an Fenchelknollen (in Gemüsegeschäften) bei uns erhältlich.

Gesundheitlicher Wert:

Krampflösend, beruhigend und schmerzlindernd. Tee aus Fenchelsamen ist ein Hausmittel gegen Husten oder Verdauungsstörungen, vor allem für Kleinkinder geeignet.

Geschmack:

Samen anisähnlich, aber nicht so süß. Das frische Grün hat einen leichten Dillgeschmack.

Mit Fenchelsamen würzt man:

  • Brot
  • Gebäck

Mit Samen, den äußeren Blättern einer Knolle und etwas Grün würzt man

  • Fischsud, z.B. auch für Karpfen, aber auch Sud für Hummer und Krebse

Mit frischem Fenchelgrün würzt man:

  • Salate
  • Kräuterbutter
Frisches Grün paßt an alles, was aus dem Wasser kommt, an Saucen, Füllungen und Mayonnaisen für Fische und Meerestiere.

Frisches Grün, Fenchelschalen und Stiele sollten Sie einmal mit Pellkartoffeln kochen lassen.

Würzkombinationen mit Fenchel:

Sparsam verwendet paßt frisches Kraut zu anderen frischen Gewürzen, besonders gut zu Dill, Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie.

Fenchel-Geschichte

Dieses Gewürz, das wir heute hauptsächlich als Beruhigungstee für Babys verwenden, hat eine recht beachtliche Vergangenheit:

Man kannte es schon im alten Ägypten, und bis ins Mittelalter verschrieben es die Ärzte gegen mehr als 200 Krankheiten, gegen die Wassersucht, Kurzsichtigkeit und Husten. Auch als Würze war es beliebter als z.B. der Anis.

Ein Abglanz dieser ruhmreichen Tradition ist heute noch in vielen Mittelmeerländern zu spüren, wo man den Fenchel ungefähr so benutzt, wie wir den Dill.

Vom Umgang mit Fenchel

Wer einen Garten hat, sollte deshalb ruhig einmal Fenchel ziehen, entweder aus Samen oder aus Pflänzlingen. Die anspruchslosen Pflanzen, die größer als Kümmel werden, sind nämlich nebenbei auch noch sehr dekorativ.

Wer keine Gelegenheit dazu hat, kommt an frisches Grün nur, wenn er Fenchelknollen kauft, an denen nicht alle Blätter abgeschnitten sind. Die Knollen ergeben ein feines Gemüse oder schmecken in vielen gemischten Salaten. Die äußeeren Schalen, die man nicht mit ißt, kann man mit den Stengeln z.B. im Fischsud mitkochen. Das zarte Grün kommt erst ganz zum Schluß an die Speisen.

 


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