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ZIMT
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Herkunft:Ceylonzimt stammt aus dem südostasiatischen Raum, Kassia oder Chinazimt kommt aus China.Aussehen:Der Zimtbaum ist ein immergrüner kleiner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse. Es gibt Hunderte unterschiedlicher Arten, die beiden wichtigsten sind der Ceylonzimt mit breiten, ledrigen Blättern und der Chinazimt oder Kassia mit schmaleren, größeren eiförmigen Blättern.Zum Würzen verwendete Teile:Die getrocknete Rinde des Zimtbaums.Im Handel erhältlich:Das getrocknete Gewürz kann man entweder gemahlen als Zimtpulver kaufen oder ungemahlen als sog. Zimtstangen (es sind aber keine richtigen Stangen sondern aufgerollte, getrocknete Rindenstücke).Beim Zimtpulver handelt es sich in der Regel um gemahlenen Chinazimt oder Kassia mit einem Zusatz des feineren Ceylonzimtes oder Caneels. Zimtstangen bekommt man von beiden Sorten. Chinazimt wird dabei einfach als Zimtstangen" verkauft, der feinere und teurere Ceylonzimt ist als Caneel" oder Ceylonzimt" im Handel. Gesundheitlicher Wert:Das aus der Rinde gewonnene Zimtöl wird in der Pharmazie als verdauungsfördernde, magenstärkende Droge verwendet.Geschmack:Zimt schmeckt süßlich würzig und feurig. Ceylonzimt hat ein duftigeres und blumigeres Aroma, Chinazimt oder Cassia schmeckt derber und schärfer.Mit Zimt würzt man:
Würzkombinationen mit Zimt:Er paßt vor allem zu den süßen Gewürzen wie Vanille und Nelken, aber auch zu Koriander, Muskat und Nelkenpfeffer. Zusammen mit Kräutern der Mittelmeerküste wie z.B. Oregano oder Rosmarin sollte man ihn nicht verwenden.Die lange Zimt-Geschichte:»Ich habe mein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt. Komm, laß uns buhlen bis an den Morgen, und laß uns der Liebe pflegen«.So steht es in den Sprüchen Salomos im Alten Testament geschrieben. Und nicht nur an dieser Stelle wird die würzige Rinde des Zimtbaums in der Bibel erwähnt. Denn Zimt gehörte in alttestamentarischen Zeiten zu den beliebtesten Gewürzen der feinen Welt. Man brauchte die Stangen aus der Rinde des Zimtbaums allerdings weniger zum Würzen von Speisen: Hauptsächlich verwendete man Zimt zur Herstellung von aromatischen, wohlriechenden Salbölen, von Schönheitstinkturen und von Medizin. Man verschrieb ihn zum Beispiel gegen Husten und Schnupfen, gegen Wassersucht, Herzleiden und Blutarmut, und außerdem war es ein häufig verwendetes Abtreibungsmittel. (Ob Zimt in diesem besonderen Fall geholfen hat, ist allerdings mehr als zweifelhaft.) So ist verständlich daß seit dem Altertum der Zimthandel blühte. Es waren zu dieser Zeit vor allem die arabischen Länder die vom Zimthandel profitierten: Die arabischen Kaufleute holten sich die Zimtstangen aus Indien von den südostasiatischen Inseln und aus Hinterindien und verkauften sie dann für ein Heidengeld nach Europa. Und damit ihnen das lukrative Geschäft von keinem streitig gemacht wurde, erfanden sie die tollsten Lügengeschichten über die Herkunft des Zimts. Niemand in Europa wußte wirklich, woher der Zimt kam. Die meisten Ärzte und Gelehrten fielen auf die Zweckmärchen der arabischen Händler herein. So glaubt zum Beispiel Aristoteles, der Zimt werde von Zimtvögeln gesammelt, die aus den wohlriechenden Stangen ihre Nester machten. Wer Zimt haben wolle, müsse die Nester mit Pfeil und Bogen von den Bäumen schießen. Und der Geograph Strabo, der im ersten Jahrhundert nach Christus lebte, war der Meinung, im Gewürzkönigreich Saba heize man die Häuser mit Zimt, und alle Menschen, die den Rauch einatmen, würden davon betrunken wie von zwei Liter Wein. Die Verschleierungstaktik der Araber war bis ins 16. Jahrhundert wirksam. Damals eroberten die Portugiesen die Zimtinsel Ceylon. Da sie aber nicht wußten, daß der Zimt hier beheimatet ist, dauerte es Jahrzehnte, bis sie entdeckten, welch ein Reichtum ihnen in die Hände gefallen war. Dann aber langten sie kräftig zu: Sie erlegten den Herrschern von Ceylon einen jährlichen Tribut von 125.000 kg Zimt auf. Dafür garantierten sie den Ceylonesen den Schutz der Krone Portugals. Die Inselkönige waren mit dieser erzwungenen Regelung aber keineswegs einverstanden, sie befreiten sich mit holländischer Hilfe von der Herrschaft der Portugiesen. Und bemerkten zu spät, daß ihre Freunde, die Holländer, im Grunde dasselbe wollten wie vor ihnen die Portugiesen: am Zimt Geld verdienen. Die Holländer waren bei weitem rabiater als ihre Vorgänger: Sie errichteten mit genauso drakonischen Mitteln wie beim Muskat und bei Nelken auf den Gewürzinseln ein Zimtmonopol: In dem von ihnen beherrschten ostasiatischen Gebiet wurden alle Zimtbäume ausgerottet, nur auf Ceylon durften die Zimtbäume weiter wachsen. Und jeder männliche Bewohner von Ceylon zwischen 12 und 80 Jahren, der zur Zimtschälerkaste gehörte, mußte der niederländischen Krone jährlich bis zu 500 kg geschälten Zimt abliefern. Es war klar, daß die Einheimischen versuchten, sich von der niederländischen Herrschaft zu befreien. Auf Ceylon herrschte ständig Bürgerkrieg. »Der Zimt kostet die Holländer kein Geld, aber viel Christenblut« bemerkte ein Augenzeuge. Aber mehr als zwei Jahrhunderte konnte nichts die Schreckensherrschaft der Holländer anfechten. Ihre Methoden wurden im Gegenteil immer rabiater: Bei Todesstrafe war es verboten, einen Zimtstrauch im eigenen Garten anzupflanzen. Und wenn mehr Zimt geerntet wurde, als die holländischen Schiffe transportieren konnten, dann wurden die überflüssigen Mengen auf den Markt gebracht und öffentlich verbrannt. Im Jahre 1802 übernahmen die Briten das Regiment auf Ceylon. Die rabiaten holländischen Geschäfts methoden behielten sie bei, sie hatten sich als am profitabelsten erwie sen. Allerdings gelang es den englischen Kaufleuten nur kurze Zeit, das Zimtmonopol aufrechtzuerhalten. Die Holländer stürzten sich nämlich jetzt auf den Zimtanbau in Indonesien, das die Zimtproduktion von Ceylon in kurzer Zeit bei weitem überflügelte. So ist es übrigens noch heute. Aus Indonesien kommt ungefähr die Hälfte der jährlichen Zimtproduktion, ca. 8.000 Tonnen. Ceylon und die Seychellen, auf denen heute ebenfalls Zimt wächst, produzieren zusammen jährlich nur die Hälfte dieser Menge. Allerdings was die Qualität anbelangt, liegt Ceylon auch heute noch bei weitem an der Spitze: Ceylonzimt gilt als die feinste und aromatischste Zimtsorte. Er wird darum auch nicht gemahlen, sondern hauptsächlich als Stange verkauft, und ausdrücklich unter der Bezeichnung Ceylonzimt oder Caneel. Aller anderer Zimt, aus Indonesien, von den Seychellen und China, wird einfach als Zimt verkauft (der Name Kassia, unter dem diese Zimtsorte früher gehandelt wurde, ist heute nicht mehr gebräuchlich). Ceylonzimt kann man übrigens schon am Aussehen von anderen Zimtsorten un terscheiden: Die Stangen sind kleiner und zarter als der gröbere, dickere Zimt aus Indonesien und von den Seychellen. Wie Zimt gewonnen wird:Ob feiner Ceylonzimt oder ordinä rer Indochina - oder Chinazimt in allen Ländern wird er auf gleiche Weise angebaut und geerntet. Auf den Zimtplantagen schneidet man den jungen Zimtbäumen die Zweige ab, schält die Zweige mit Hörn- oder Kupfermessern, befreit die Rindenstreifen von ihrem Korkmantel und trocknet sie (beim Ceylonzimt beschneidet man schon die zweijährigen Bäumchen, beim Normalzimt erst die sechsjährigen Bäumchen, darum ist die Rinde hier dicker und ergiebiger, aber weniger fein im Geschmack). Die Rindenstreifen rollen sich während des Trocknens auf, sie werden zu Zimtstangen". Chinazimt wird hauptsächlich zu Zimtpulver verarbeitet, der feine und teure Ceylonzimt oder Caneel wird vornehmlich als Stange verkauft (daher kommt es, daß viele Leute meinen, Zimt und Caneel hätten nichts miteinander zu tun.Umgang mit Zimt:Zimtpulver verliert sehr schnell sein Aroma. Man sollte es darum nur in kleinen Mengen kaufen und schnell verbrauchen. Zimtstangen halten mindestens drei bis vier Jahre, wenn man sie dunkel und trocken in einem gut verschlossenen Glas aufhebt. Zimtstangen verwendet man für Suppen, Saucen oder Kompott, also immer dann, wenn man das Gewürz mitkochen lassen kann. Vor dem Servieren wird die Stange herausgenommen. Zimtpulver verwendet man für Gebäck und zum Würzen von fertigen Gerichten.Rezept(e)
========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========
Titel: GESCHMORTES HÄHNCHEN IN TOMATENSAUCE MIT ZIMT
Kategorien: Geflügel, Hähnchen, Zimt
Menge: 4 Portionen
1 Hähnchen (ca. 1,5 kg)
; Salz, Pfeffer
60 Gramm Butter
4 Essl. Olivenöl
200 Gramm Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 kl. Dose Tomaten
4 Essl. Tomatenmark
125 ml Hühnerbrühe
1 Zimtstange
Parmesan; frisch gerieben
===========ERFASST *RK* AM 10.05.00 VON===========
-- Ilka Spiess
Das Hähnchen in acht Teile schneiden und mit Küchenkrepp
trockentupfen. Mit reichlich Salz und Pfeffer einreiben. Butter und
Öl erhitzen und die Hähnchenteile darin goldbraun braten, die
fertigen Stücke herausnehmen. Fett abgießen. In der Pfanne darf nur
noch eine dünne Fettschicht bleiben.
Kleingehackte Zwiebeln und ausgepreßte Knoblauchzehen in die Pfanne
geben und ca. 5 Min. dünsten. Dann ausgedrückte, zerkleinerte
Tomaten, Tomatenmark, Hühnerbrühe und Zimtstange, ca. 1/2 Tl Salz
und Pfeffer zugeben. Die Sauce zum Kochen bringen und die
Hähnchenteile wieder in die Pfanne geben.
In der Sauce wenden und ca. 30 Min. bei schwacher Hitze schmoren
lassen. Dabei ab und zu mit der Sauce begießen. Noch einmal
abschmecken, die Zimtstange herausnehmen. Hähnchenteile auf einer
Platte anrichten und Sauce darüber verteilen. Dazu gibt es Nudeln
und frisch geriebenen Parmesan.
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========== *REZKONV* (iau) v0.9c Rezept ==========
Titel: ZIMTGEBÄCK
Kategorien: Backen, Gebäck, Zimt
Menge: 1 Rezept
4 Eiweiß
300 Gramm Zucker
1 Essl. Zitronensaft
8 Gramm Gemahlener Zimt
250 Gramm Gemahlene Mandeln
===========ERFASST *RK* AM 10.05.00 VON===========
-- Ilka Spiess
Eiweiß mit Zucker, Zitronensaft und Zimt so lange schlagen, bis die
Masse steif wird und Spitzen bildet. 4 Bl abnehmen und in einen
Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Unter die restliche Masse die
gemahlenen Mandeln heben. Das Backblech einfetten. Mit 2
Kaffeelöffeln kleine Häufchen aus der Eiweiß-Mandel-Masse formen und
auf das Backblech setzen.
Auf jedes Häufchen mit dem Spritzbeutel etwas Baisermasse spritzen.
In den vorgeheizten Ofen geben und bei 175 Grad (Gas:
2) ca. 20 Min. backen. Die Plätzchen müssen hellgelb aussehen.
Sofort vom Backblech nehmen und kalt werden lassen.
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